Fünfräppler-Aktion kommt die Binz-Besetzer teuer zu stehen
Von Simone Rau.Inzwischen sind die 400'000 Fünfräppler der Binz-Besetzer auf der Bank. Der Abtransport und das Zählen der Münzen kostet die Besetzer voraussichtlich 2500 Franken.
Die Aktion stand unter dem Motto «Für euch die Fünfer, für uns das Weggli». Die Besetzer wollen bis im Sommer auf dem leer stehenden Fabrikareal bleiben. Foto: Peter Lauth .
20'000 Franken überbrachten die Binz-Besetzer den Vertretern des kantonalen Immobilienamts gestern Ð in Form von Fünfräpplern. Mit den 720 Kilogramm Fünfräpplern in acht Schubkarren erfüllten sie auf ihre Art die Forderung des Amts, um bis nächsten Sommer auf dem leer stehenden Fabrikareal wohnen zu können. 20'000 Franken verlangte das Amt als Kaution für allfällige Aufräum- und Entsorgungskosten nach dem Auszug der Besitzer.«Keine Frage: Den Binz-Besetzern ist ein PR-Gag gelungen», sagt der Kommunikationsbeauftragte des Immobilienamtes, Thomas Maag. «Wir finden die Aktion witzig. Sie ist aber auch ärgerlich.» Der Abtransport zu einer Bank und das Zählen der Fünfräppler verursachten Kosten für den Steuerzahler Ð nach einer ersten Schätzung etwa 2500 Franken.
«Wir müssen das Geld zählen»
«Wir wissen, dass die Binz-Besetzer kreative Leute sind», sagt Maag. Trotzdem habe man nicht damit gerechnet, dass die Kaution auf solch besondere Weise überbracht werde. Nun habe sich zur Kreativität noch eine weitere Komponente dazugesellt: «Die Besetzer haben sich offenbar genau überlegt, wie sie dem Kanton das Geld überreichen und gleichzeitig diesen etwas ärgern können», sagt Maag. Das Immobilienamt werde die Kosten genau beziffern Ð und den Binz-Besitzern in Rechnung stellen.Und die Fünfräppler? Noch gestern hat das Immobilienamt das Geld der Finanzdirektion übergeben. Das sei ein übliches Prozedere, sagt Maag. Unüblich sei allerdings, dass dass Immobilienamt keine Quittung ausstellen könne. Genau das ist gestern passiert: «Quittieren kann man nur, wenn man weiss, wie hoch der Betrag tatsächlich ist. Das war bei dieser Form der Geldüberbringung nicht möglich.» Als nächstes muss das Geld also gezählt werden Ð auf der Bank. Dort ist das Geld seit gestern; gezählt wird es im Lauf der Woche.
ZURÜCK ZU PRESSE --->